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Seit Februar 2005 muss der Frost-Tausalz-Widerstand für Betonpflastersteine mit dem modifiziertem Slab-Test nachgewiesen werden. Trotz beobachteter Diskrepanz zwischen den Prüfergebnissen und dem Praxisverhalten verlegter Steine wird von manchen Auftraggebern das CDF-Verfahren favorisiert.

Im Rahmen dieses Forschungsvorhaben sollte ein abgesicherter Bewertungshintergrund für die Prüfung des Frost-Tausalz-Widerstandes von erdfeucht hergestellten Betonpflastersteinen geschaffen werden. Ggf. waren Vorschläge für die realitätsnahe Prüfung zu erarbeiten. Dazu wurden Umgebungsbedingungen sowie Gefügezustandsveränderungen verlegter Betonpflastersteine erfasst (Monitoring) und in eine beschleunigte Laborsimulation mit Betonpflastersteinflächen umgesetzt (Frostkammer). Die Korrelation zwischen dem Abwitterungsverhalten der Betonpflastersteine in den Laborprüfverfahren und dem Abwitterungsverhalten von Betonpflastersteinflächen in der Frostkammer wurde untersucht. Weiterhin wurde der Einfluss des Leimgehalts im Kernbeton auf die Verbundfestigkeit zwischen Vorsatz- und Kernbeton untersucht, um die Ursachen für die Ablöseerscheinungen näher zu erforschen.

     

    Im abgeschlossenen Forschungsvorhaben konnte auf Basis bisheriger Ergebnisse in Frostkammeruntersuchungen an Betonpflastersteinflächen unter praxisnahen Prüfbedingungen gezeigt werden, dass sich die Übertragbarkeit der Ergebnisse aus Laborprüfverfahren zur Bestimmung des Frost-Tausalz-Widerstandes von zweischichtigen Betonpflastersteinen zum Verhalten im verlegten Zustand verbessert, wenn zusätzlich zum Vorsatzbeton auch der Kernbeton mit dem Slab-Test (nach DIN EN 1338) untersucht wird.

       

      In der derzeitigen Prüfpraxis wird mit den beiden Laborprüfverfahren Slab-Test und CDF-Test bei zweischichtigen Betonpflastersteinen nur der Frost-Tausalz-Widerstand des Vorsatzes beurteilt. Eine Beurteilung des Kernbetons erfolgt mit diesen beiden Prüfverfahren i. d. R. nicht.
      Ein nicht ausreichender Frost-Tausalz-Widerstand des Kernbetons wird daher in der üblichen Prüfpraxis nicht erkannt. Ein Kernbeton mit geringem Frost-Tausalz-Widerstand kann im Nutzungszustand versagen und u. a. zum Auftreten von Abplatzungen des Vorsatzbetons führen, da dieser die mechanische Beanspruchung durch die Nutzung nicht mehr ausreichend aufnehmen kann.

        Anwendungsmöglichkeit der Ergebnisse

        • Ausschreibende Stellen für Bauvorhaben mit Betonpflastersteinen könnten zusätzlich zur Vorsatzbetonprüfung die Prüfung des Frost-Tausalz-Widerstandes des Kernbetons fordern.
        • Hersteller von Betonpflastersteinen sollten auch im Kernbeton eine robuste Betonzusam-mensetzung mit einem angemessenen Zementgehalt verwenden, damit dessen Frost-Tausalz-Widerstand ausreichend hoch bleibt.
        • Im Regelwerk DIN EN 1338 könnte zusätzlich die Prüfung des Frost-Tausalz-Widerstandes des Kernbetons verankert werden.

        Projektpartner

        Förderer

        Das IGF-Vorhaben 17996 N der Forschungsvereinigung VDZ gemeinnützige GmbH - VDZ Technology gGmbH, Toulouser Allee 71, 40476 Düsseldorf wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

        Forschungsergebnisse

        Das Ziel des Forschungsvorhabens bestand in der Beantwortung der Frage, ob die beiden gängigen Frost-Tausalz-Prüfverfahren für Betonpflastersteine (Arbeitspaket C „Normfrost“) – der Slab-Test nach DIN EN 1338 und das CDF-Verfahren nach DIN CEN/TS 12390-9 – in ihrer derzeitigen Form geeignet sind, den Frost-Tausalzwiderstand von verlegten Betonpflas-tersteinen unter praktischen Umgebungsbedingungen ausreichend genau abzubilden.

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        Ihr Ansprechpartner

        Haben Sie Fragen zu diesem Projekt?

        Dr. Christoph Müller
        Betontechnologie

        (0211) 45 78-351
        bte@vdz-online.de

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