Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen und Betonen

AKR-Performance-Prüfung mittels 60 °C - Betonversuch

Zur Vermeidung von Schäden infolge einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) müssen die Alkaliempfindlichkeit der Gesteinskörnung oder des Betons bekannt sein, damit ggf. Maßnahmen ergriffen werden können. Die Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen kann mit Prüfungen nach Alkali-Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) oder nach RILEM untersucht werden. In den Fällen, in denen die Alkali-Richtlinie einen Austausch der Gesteinskörnung oder den Einsatz von NA-Zement festlegt, kann auch die Alkaliunempfindlichkeit einer Betonzusammensetzung durch eine AKR-Performance-Prüfung nachgewiesen werden, um nicht unnötig Gesteinskörnungen oder Zemente von der Verwendung auszuschließen. 

Bei Fahrbahndecken aus Beton (z. B. auf Flugbetriebsflächen oder Autobahnen) ist das AKR-Schädigungspotenzial durch Alkalien der Enteisungsmittel, die von außen in den Beton eindringen können, besonders hoch. Deshalb legt das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau (ARS) Nr. 04/2013 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Anforderungen für Verkehrsflächen aus Beton fest, mit denen AKR-Schäden in Fahrbahndecken sicher vermieden werden sollen. Gemäß dem ARS Nr. 04/2013 ist die Alkaliunbedenklichkeit grober Gesteinskörnungen und von Betonen der Feuchtigkeitsklasse WS nachzuweisen. Das Forschungsinstitut der Zementindustrie ist als AKR-Gutachter vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) beziehungsweise der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) anerkannt.

Gutachten zur Alkaliunbedenklichkeit von Gesteinskörnungen und Betonzusammensetzungen gemäß ARS Nr. 04/2013

Prüfung von Gesteinskörnung

LeistungVerfahren
SchnellprüfverfahrenAlkali-Richtlinie, TP B-StB 1.1.11 oder RILEM AAR-2
MörtelschnelltestAlkali-Richtlinie (Ausgabe 2007) oder TP B-StB 1.1.12
Betonversuch mit Nebelkammerlagerung (40 °C)Alkali-Richtlinie
60 °C-BetonversuchAlkali-Richtlinie oder RILEM AAR-4.1

Prüfung von Betonzusammensetzung (AKR-Performance-Prüfung)

LeistungVerfahren
60 °C-Betonversuch (ohne Alkalizufuhr)NF P 18-454 oder RILEM AAR-11
60 °C-Betonversuch mit AlkalizufuhrTP B-StB 1.1.09 oder RILEM AAR-12
38 °C-BetonversuchRILEM AAR-10
60 °C-Betonversuch an zwei Bohrkernhälften (mit oder ohne Alkalizufuhr)VDZ
40 °C-Nebelkammerlagerung an BohrkernenVDZ
Diagnose von Schäden infolge einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-ReaktionAuflicht-, Durchlicht- und Rasterelektronenmikroskopie

Kontakt

Dr. Christoph Müller

Dr. Christoph Müller

Tel.: (0211) 45 78-351

Fax: (0211) 45 78-219

Kontakt

Ingmar Borchers

Tel.: (0211) 45 78-368

Fax: (0211) 45 78-219

Kontakt

Dr. Wibke Hermerschmidt

Dr. Wibke Hermerschmidt

Tel.: (0211) 45 78-374

Fax: (0211) 45 78-219

Kontakt

Maik Seidel

Maik Seidel

Tel.: (0211) 45 78-367

Fax: (0211) 45 78-219

Leistungsangebot

VDZ-Leistungsangebot Beton & Mörtel

Übersicht aller VDZ-Leistungen im Bereich Beton und Mörtel.

Qualitätsstandards

Das Managementsystem der VDZ gGmbH ist zertifiziert durch die DQS nach ISO 9001.

Die VDZ gGmbH ist durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkrediert nach DIN EN ISO/IEC 17025.

Information Betontechnik

VDZ-Information Betontechnik zu NA-Zementen: Kein Allheilmittel zur Vermeidung von AKR-Schäden an Betonfahrbahndecken

Weitere Informationen

zum Mechanismus und zur Vermeidung einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion finden Sie auf den folgenden Seiten.