Maßnahmen zur CO2-Reduzierung

Die deutsche Zementindustrie unternimmt seit jeher Anstrengungen zur Senkung von CO2-Emissionen, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Schonung natürlicher Ressourcen. Die Fortschritte bei der Minderung der CO2-Emissionen resultieren im Wesentlichen aus folgenden Bereichen:

Effizienzsteigerungen beim thermischen Energieverbrauch basieren auf verschiedenen verfahrenstechnischen Innovationen. Unter anderem hat die Entwicklung der Ofentechnik zur Umstellung auf Öfen geführt, die im Trockenverfahren arbeiten und mit Zyklonvorwärmern ausgestattet sind. Mittlerweile werden in Deutschland mehr als 90 Prozent des Zementklinkers in solchen Anlagen hergestellt. Des Weiteren können beispielsweise durch moderne Vorcalciniertechnik Drehofenanlagen heute von den Ausmaßen her kürzer ausgelegt werden als dies früher üblich war. Hierdurch verringern sich die Abstrahlverluste des Ofens.

Die Substitution von Primärbrennstoffen ist ein weiterer, sehr wirkungsvoller Hebel zur Senkung der CO2-Emissionen bei der Zementherstellung. Dabei werden fossile Brennstoffe, vor allem Braun- und Steinkohle, zunehmend durch alternative Brennstoffe ersetzt (u. a. Altreifen, Altöl, Tiermehl, Kunststoffabfälle). Im Jahr 2013 wurden branchenweit bereits mehr als 62 Prozent der benötigten Brennstoffenergie durch alternative Brennstoffe gedeckt, wodurch rund 1,9 Millionen Tonnen Steinkohle bzw. 2,12 Millionen Tonnen CO2 eingespart wurden.

Durch die Verwendung weiterer, zum Teil alternativer Einsatzstoffe bei der Zementmahlung werden nicht nur natürliche Rohstoffe geschont, sondern vor allem der Klinkergehalt im Zement reduziert und dadurch der Brennstoffverbrauch und die CO2-Emissionen verringert. In erster Linie kommen in Deutschland neben Klinker als Hauptbestandteile im Zement Hüttensand und Kalkstein (ungebrannt) sowie in geringerem Maße Flugasche, natürliche Puzzolane oder gebrannter Ölschiefer zum Einsatz. Allein durch diese Maßnahmen konnten im Jahr 2013 insgesamt ca. 5,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Spezifische energiebedingte CO2-Emissionen je Tonne Zement und Anteil alternativer Brennstoffe in Deutschland

Kontakt

Dr. Volker Hoenig

Dr. Volker Hoenig

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Umweltdaten

VDZ-Umweltdaten 2016

Umweltdaten der deutschen Zementindustrie 2016