Beschäftigung und Ausbildung in der Zementindustrie

Auszubildende

Die rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Zementindustrie spielen für den wirtschaftlichen Erfolg der Branche eine entscheidende Rolle. 2015 produzierten die in Deutschland ansässigen Werke rund 31 Millionen Tonnen Zement. Mit rund 4.000 Tonnen Zement pro Beschäftigtem ist die Produktivität der Beschäftigten seit 1995 um ca. 40 Prozent gestiegen.  In den letzten Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze stetig gewachsen. Waren im Jahr 2011 noch durchschnittlich ca. 7.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschen Zementwerken beschäftigt, sind es im Jahr 2015 etwa 200 Personen mehr.

Mit durchschnittlich 53.096 Euro (2015) liegt die Bruttolohn- und Gehaltssumme in der deutschen Zementindustrie laut Statistischem Bundesamt etwa acht Prozent über dem durchschnittlichen Bruttoverdienst im produzierenden Gewerbe. Rund 96 Prozent der Beschäftigten (ohne Auszubildende) standen 2011 in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeitsdauer liegt mit 20 Jahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,8 Jahren.

Branche setzt auf Ausbildung

Der demografische Wandel und das hohe Durchschnittsalter der Beschäftigten von 45,5 Jahren stellen die Zementindustrie vor große Herausforderungen. Dem begegnet die Branche nicht zuletzt mit einer überdurchschnittlich hohen Ausbildungsquote von fast 10 Prozent (2011). Deutschlandweit lag der Durchschnitt über alle Wirtschaftszweige hinweg bei lediglich 6,0 Prozent (2010). Gesucht wird ein breites Spektrum qualifizierter Fachkräfte von Anlagenelektronikern, Industriemechanikern über Industriekaufleute bis hin zu Baustoffprüfern und Chemielaboranten. Die Aussichten für eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung sind sehr günstig: 2011 wurden rund 62 Prozent aller Auszubildenden übernommen.

Anforderungen an die Beschäftigten steigen

Verfahrenstechnische Innovationen und zunehmende Automatisierung haben seit Mitte der 1990er Jahre die Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter massiv gesteigert. Als ein moderner und hoch technologisierter Wirtschaftsbereich spielen damit qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zementbranche eine immer wichtigere Rolle. Der Anteil von an- und ungelernten Arbeitskräften lag 2011 bei lediglich 11 Prozent. Neben der Ausbildung gehört deshalb die Personalentwicklung zu den herausragenden Aufgaben der Unternehmen. Großer Wert wird auf die kontinuierliche betriebliche Weiterbildung gelegt, bei der moderne Qualifizierungsmethoden wie etwa E-Learning zum Einsatz kommen. Externe Lehrgänge und Fortbildungen, beispielswese zum Produktionssteuerer oder Industriemeister „Kalk/Zement“ sind ebenfalls von hoher Bedeutung.

An ihren meist ländlich geprägten Produktionsstandorten gehören die Zementwerke zu den wichtigsten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben. Durch Aufträge an Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen fördert sie das regionale wirtschaftliche Umfeld. Das der Zementindustrie zuzuordnende industrielle Cluster im engeren Sinn bietet mit seinen vor- und nachgelagerten Branchen mindestens 75.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Kontakt

Manuel Mohr

Manuel Mohr

Tel.: (030) 2 80 02-100

Fax: (030) 2 80 02-250

 

 

Beschäftigungsstudie

Beschäftigung in der deutschen Zementindustrie

Beschäftigung in der deutschen Zementindustrie

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