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Hintergrund und Ziele des Projekt

 

Die Alkali-Richtlinie des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) fordert bei alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen, die als bedenklich eingestuft sind (E III-O, E III-OF, E III-S), Maßnahmen in Abhängigkeit von der Feuchtigkeitsklasse des Bauteils und des Zementgehalts. Dieses sind bisher der Austausch der Gesteinskörnung oder der Einsatz von Zementen mit einem niedrigen wirksamen Alkaligehalt (NA-Zement). Um in den Fällen, in denen die Alkali-Richtlinie einen Austausch der Gesteinskörnung oder den Einsatz von NA-Zement festlegt, nicht unnötig Gesteinskörnungen oder Zemente von der Verwendung auszuschließen, können Performance-Prüfungen zur Bewertung der Alkaliempfindlichkeit einer Betonzusammensetzung angewendet werden. Performance-Prüfungen sollen Auskunft geben, ob eine Betonzusammensetzung mit vorgegebener Gesteinskörnung und vorgegebenem Zement für eine bestimmte Feuchtigkeitsklasse eingesetzt werden kann, so dass keine Gefahr besteht, dass der Beton während der geplanten Nutzungsdauer durch eine AKR geschädigt wird. Performance-Prüfungen bieten die Möglichkeit, für konkrete Anwendungsfälle den Nachweis der Eignung einer Betonrezeptur zu erbringen. Dadurch können regional verfügbare Ausgangsstoffe für Bauteile eingesetzt werden, für die eine Verwendung bisher ausgeschlossen ist.

Im IGF-Vorhaben wurden Kriterien für AKR-Performance-Prüfverfahren abgeleitet, um die Alkaliempfindlichkeit von Betonen für die Feuchtigkeitsklassen WF und WA praxisgerecht bewerten zu können. Dazu wurden Betone entsprechend der Festlegungen der Alkali-Richtlinie zusammengesetzt und unter Variationen der Prüfbedingungen (Vorlagerung und Natriumchlorid-Konzentration) mit dem 60 °C-Betonversuch mit und ohne Alkalizufuhr von außen untersucht. Das Ziel war darüber hinaus, die Alkaliempfindlichkeit von Betonen mit hüttensandhaltigen Zementen oder mit Flugasche realitätsnäher zu prüfen und abzubilden. Schwerpunkt waren die vorbeugenden Maßnahmen gegen schädigende Alkalireaktion im Beton bei Verwendung „weiterer Gesteinskörnungen“ nach Alkali-Richtlinie, Ausgabe 2013.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 16569 N der Forschungsvereinigung VDZ gGmbH wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Forschungsergebnisse

Es wurde geprüft, ob die Prüfverfahren die Alkaliunempfindlichkeit von Betonen der Feuchtigkeitsklassen WF und WA in Übereinstimmung mit den Festlegungen der Alkali-Richtlinie abbilden.

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Ihr Ansprechpartner

Haben Sie Fragen zu diesem Projekt?

Dr. Christoph Müller
Betontechnologie

(0211) 45 78-351
bte@vdz-online.de

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09.01.2014

Publikationen

Praxisgerechte Prüfung der Alkaliempfindlichkeit von Betonen für die Feuchtigkeitsklassen WF und WA in AKR-Performance-Prüfungen: Practical testing of alkali reactivity of concrete compositions of the WF and WA moisture classes in ASR performance tests

Beton 10 (2014), S.403-409

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