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Neben konkreten Anpassungen des Rechtsrahmens für die Speicherung und Verwendung von CO₂ steht dabei vor allem der Aufbau einer CO₂-Transportinfrastruktur in Deutschland im Fokus. „Als Zementindustrie setzen wir bei der Dekarbonisierung auf einen Mix von CO₂-Minderungsmaßnahmen. Klar ist aber: Klimaneutraler Zement wird nur mit einer CO₂-Abscheidung möglich sein“, betont Dr. Martin Schneider, Hauptgeschäftsführer des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ). „Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung mit dem Evaluierungsbericht zum Kohlendioxid-Speichergesetz und der geplanten CO₂-Strategie die Voraussetzungen hierfür schafft“, so Schneider.

Wie das Positionspapier zeigt, können durch „Carbon Management“ im Gleichlauf mit der Nationalen Wasserstoffstrategie die Ziele Klima- und Ressourcenschutz miteinander vereint werden. Dem raschen Aufbau von CCS, der CO₂-Abscheidung und anschließenden Speicherung, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, um CO₂ aus Industrieprozessen oder der thermischen Abfallverwertung dauerhaft zu speichern. Dies bestätigen namhafte Studien, unter anderem von BDI, dena, Agora und die Carbon-Management-Strategie NRW.

Eine Schlüsselrolle kommt dem Aufbau einer CO₂-Transport- und Speicherinfrastruktur in Deutschland und Europa zu, wobei die Infrastrukturen für erneuerbaren Strom, Wasserstoff und CO₂ zusammen gedacht und geplant werden müssen. Durch die Verknüpfung des Einsatzes von Wasserstoff, der Optionen zur stofflichen Nutzung von CO₂ sowie der dauerhaften Speicherung auch in der deutschen Nordsee könnten erhebliche Synergieeffekte gehoben und Transformationsprozesse beschleunigt werden. Unter anderem in den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien werden solche Projekte derzeit geplant und befinden sich zum Teil bereits in der Umsetzung. „Die Carbon-Management-Strategie muss Leitplanken für den Aufbau einer CO₂-Infrastruktur setzen. Die Unternehmen brauchen gerade jetzt eine klare Perspektive, dass ihre anstehenden Investitionen in die CO₂-Abscheidung durch einen entsprechenden rechtlichen Rahmen für den Transport, die Nutzung und Speicherung des CO₂ politisch flankiert werden“, so Schneider.

Für die zeitnahe Implementierung eines solchen nationalen Carbon Managements bedarf es eines klaren politischen Bekenntnisses für die Nutzung und Speicherung des CO₂, einer multi-modalen CO₂-Transportplanung, finanzieller Anreize und der Schaffung eines umfassenden Rechtsrahmens. Vor diesem Hintergrund muss eine nationale Carbon-Management-Strategie neben einer übergreifenden Vision zur CO₂-Kreislaufwirtschaft und zur CO₂-Speicherung klare Anreizstrukturen in verschiedenen Sektoren und somit Politikbereichen schaffen. Zudem gilt es, den bereits bestehenden Rechtsrahmen (im Kern das Kohlendioxid-Speicherungsgesetz, KSpG) weiterzuentwickeln. Die Verabschiedung des Evaluierungsberichts zum Kohlendioxid-Speicherungsgesetz ist hierfür ein wichtiger Schritt.

Das gemeinsame Positionspapier „Eine nationale Carbon-Management-Strategie zur Umsetzung von industriellen CCS- und CCU-Projekten in Deutschland und Europa“ finden Sie ab sofort unter: https://vdz.info/crbm


Über den VDZ:

Der VDZ wurde als Verein Deutscher Cement-Fabrikanten im Jahr 1877 gegründet. Als Gemeinschaftsorganisation der deutschen Zementhersteller setzt er sich seit mehr als 145 Jahren für eine umweltverträgliche Zementproduktion und qualitativ hochwertige Betonbauweise ein. Als Forschungs- und Kompetenzzentrum rund um Zement, Beton und Umweltschutz wird der VDZ für seine praxisnahe Forschung und sein umfassendes Dienstleistungsangebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette weltweit anerkannt und geschätzt.

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Dr. Johannes Pohlkamp
Marketing und Kommunikation

(0211) 45 78-229
johannes.pohlkamp@vdz-online.de

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