Zement

Zement ist ein anorganisches, fein gemahlenes, hydraulisch wirkendes Bindemittel für Mörtel und Beton. Das Ausgangsmaterial moderner Bauzemente besteht aus einer Mischung von 70 bis 80 Masseprozent Kalkstein und 20 bis 30 Masseprozent Ton. Je nach chemischer Zusammensetzung der Abbaustätte müssen Korrekturstoffe, etwa Eisenerz oder Sand, zugefügt werden.

Der Name Zement geht auf die Römer zurück, die seit dem dritten Jahrhundert v. Chr. mit ihrem Baustoff "opus caementitium" eine frühe Betonbauweise entwickelten. Doch erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde in England der Zement entdeckt, wie wir ihn heute kennen.  Seither sind der Entwicklung innovativer Zemente und damit hergestellter Betone keine Grenzen gesetzt. Mit einer Gesamtproduktionsmenge von rund 3,6 Millarden Tonnen ist Zement heute der meistverbrauchte Werkstoff weltweit.

Die Zementherstellung hat sich von einer ursprünglichen Handwerksdisziplin zu einer modernen High-Tech-Industrie entwickelt. Der Stofftransport ist heute in hohem Maß automatisiert, die Produktion wird über computergestützte Prozessleitsysteme gesteuert und die Produktqualität mit aufwändigen Laborverfahren gesichert. Über das bauwirtschaftlich nach wie vor äußerst wichtige normierte Massenprodukt Zement hinaus werden in zunehmendem Maße die innovativen Potenziale des Zementeinsatzes forciert. Die Entwicklung von Spezialzementen, wie beispielsweise hochleistungsfähigen Schnellzementen oder mikrofeinen Injektionszementen, gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Zement-Taschenbuch

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Das Zement-Taschenbuch ist seit 1950 das Standardwerk für die wichtigsten und neuesten Erkenntnisse über die Herstellung und Anwendung von Zement.

Zement-Merkblätter

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Zement-Merkblätter behandeln die Themen Betontechnik, Hochbau, Landwirtschaftliches Bauen, Straßenbau, Tief- und Ingenieurbau.