Einführung netzbasierter Methoden der Weiterbildung in der deutschen Zementindustrie

Durch die hohen Qualitäts-, Sicherheits-und Umweltstandards sowie die hohen Energiekosten werden an die in Deutschland tätigen Zementhersteller im internationalen Wettbewerb höchste Anforderungen gestellt, die nur mit gut ausgebildetem Personal zu erfüllen sind. Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung sind vor diesem Hintergrund ein Schlüssel für die Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Betriebe in der Zementindustrie, der Arbeitsplatzsicherung und der Beschäftigungsfähigkeit der Menschen in den Betrieben.

Im Kontext der Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie hat der Verein Deutscher Zementwerke e. V. (VDZ) gemeinsam mit der Sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zementindustrie, den deutschen Zementwerken sowie mit Unterstützung der Industriegewerkschaften Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ab Ende der 90er Jahre Lehrmaterialien und ein Umsetzungskonzept für die allgemeine Weiterbildung der technisch-gewerblich Beschäftigten zu allen Themen rund um die Zementproduktion entwickelt. Ab 2008 wurden diese ehemals papierbasierten Materialien mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in elektronische Lernmedien umgewandelt und werden seit 2010 als netzbasierte Onlinekurse für die gesamte Branche angeboten.

Im Rahmen des Projektes „Einführung netzbasierter Methoden der Weiterbildung in der deutschen Zementindustrie“ werden die Unternehmen dabei unterstützt, bewährte Instrumente und Verfahren moderner netzbasierter Weiterbildung in die Praxis zu transferieren, und auf möglichst vielen Ebenen in die betriebliche Bildungspraxis der Zementindustrie zu integrieren.

Hierzu verfügt der VDZ über entsprechende Erfahrungen und Vorarbeiten, die im Rahmen des Projektes aufgegriffen werden. Im Projekt sollen die Unternehmen der Zementindustrie dazu befähigt werden, netzbasierte Methoden der Weiterbildung sinnvoll in den Kontext der betrieblichen Qualifizierung einzubauen, an die eigenen Bedürfnisse vor Ort anzupassen und nachhaltig zur Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen zu nutzen.

Hierzu sind folgende Arbeiten vorgesehen:

  1. Analyse der vorhandenen Weiterbildungsstrukturen und Beratung bei der Umsetzung von nachhaltigen Bildungskonzepten
  2. Schaffung der Umsetzungsstrukturen für netzbasierte Qualifizierung auf betrieblicher Ebene und Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
  3. Ermöglichen von Erfahrungsaustausch innerhalb und zwischen den beteiligten Gruppen
  4. Bewertung der Umsetzung in den einzelnen Werken und Ableitung von Handlungsempfehlungen

 

 

Förderhinweis

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Kontakt

Dr. Stefan Schäfer

Dr. Stefan Schäfer

Tel.: (0211) 45 78-252

Fax: (0211) 45 78-400