Kriterien für potentielle Alkaliempfindlichkeitsklasse E II-S

Die Alkali-Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) fordert bei alkalireaktiven Gesteinskörnungen der Alkaliempfindlichkeitsklasse E III-S Maßnahmen in Abhängigkeit von der Feuchtigkeitsklasse des Bauteils und des Zementgehalts. Dies umfasst bisher den Austausch der alkalireaktiven Gesteinskörnung oder die Verwendung von sogenannten NA-Zementen nach DIN 1164-10. Zur Entwicklung wirtschaftlicherer Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden infolge einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR), wäre die Einführung einer Alkaliempfindlichkeitsklasse E II-S auch für Gesteinskörnungen nach dem alten Teil 3 der Alkali-Richtlinie, Ausgabe 2007, erforderlich. Während im alten Teil 2 der Alkali-Richtlinie eine solche Einstufung (E II-O, E II-OF) schon seit 1974 mit Einführung der Vorläufigen Alkali-Richtlinie existiert, wurde eine Alkaliempfindlichkeitsklasse E II-S mangels ausreichender Forschungsergebnisse bisher nicht definiert. Eine neue Alkaliempfindlichkeitsklasse E II-S für mittel alkalireaktive Gesteinskörnungen würde differenziertere Maßnahmen ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Baustoffs Beton stärken. Das Projekt verfolgte deshalb folgende Ziele:

  • Definition von Randbedingungen zur Einstufung von Gesteinskörnungen in die Alkaliempfindlichkeitsklasse E II-S
  • Definition von vorbeugenden Maßnahmen für die Alkaliempfindlichkeitsklasse E II-S

Förderer

Das IGF-Vorhaben 17248 BG der Forschungsvereinigung VDZ gGmbH wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Christoph Müller

Dr. Christoph Müller

Tel.: (0211) 45 78-351

Fax: (0211) 45 78-219

Projektzeitraum

08/2011 - 12/2014

Veröffentlichungen

Forschungsergebnisse