Schädigungsmechanismen von Beton unter Frosteinwirkung: Einfluss von Zementhauptbestandteilen auf die innere Gefügeschädigung

Im Forschungsvorhaben wurde der Einfluss der Zementart auf die innere Schädigung von Beton bei Frostbeanspruchung untersucht. Um die innere Schädigung zu ermitteln, können verschiedene Verfahren angewendet werden. Die CIF-Prüfung kommt insbesondere im Bereich des Wasserbaus, aber auch in Zulassungsverfahren zur Anwendung. Der Einfluss der Zementart auf die innere Schädigung ist dabei noch weitgehend unbekannt. In einem abgeschlossenen Forschungsvorhaben wurden bei silicastaubhaltigen Betonen im Vergleich zu Betonen nur mit Portlandzement, trotz vergleichbarer Gesamtporosität, teilweise deutlich früher und stärker einsetzende Abnahmen des relativen dynamischen E-Moduls im CIF-Verfahren ermittelt. Dieser Effekt wurde seinerzeit auf den Anteil an gefrierbarem Wasser in silicatischen Gelen zurückgeführt.

In dem laufenden Forschungsvorhaben sollte untersucht werden, ob bei verschiedenen Zementen mit mehreren Hauptbestandteilen zusätzliches gefrierbares Wasser im Beton vorhanden ist und inwiefern dieses die kritische Sättigung des Betons beeinflusst. An Zementsteinproben wurden Wasserdampfsorptionsisothermen ermittelt, um die Art der Wasserbindung im Zementstein (z. B. Absorption, Adsorption, Kapillarkondensation und chemische Bindung) zu charakterisieren. Um die innere Schädigung durch Frostbeanspruchung zu erforschen, wurde das CIF-Verfahren angewendet.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 18439 N der Forschungsvereinigung
VDZ gemeinnützige GmbH - VDZ gGmbH, Tannenstraße 2, 40476 Düsseldorf wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Christoph Müller

Dr. Christoph Müller

Tel.: (0211) 45 78-351

Fax: (0211) 45 78-219

Projektzeitraum

01/2015 - 06/2017

Veröffentlichungen

Forschungsergebnisse