Mühlentechnikum der mechanischen Verfahrenstechnik

Klassierversuch am Zick-Zack Sichter

Die Mahlanlagen und Klassieranlangen im Technikum der mechanischen Verfahrenstechnik bieten viele Möglichkeiten den Betrieb von großtechnischen, industriellen Anlagen(-teilen) kleintechnisch und mit geringem Aufwand darzustellen. Versuchsreihen, die sonst nur mit großen Einschränkungen oder mit hohen Kosten und Risiken für den betrieblichen Alltag durchgeführt werden könnten, können problemlos realisiert werden.

Der Einfluss von veränderten Betriebsparametern, Zumahlstoffen und Mahlhilfsmitteln sowie vor- oder nachgeschalteten Prozessschritten kann abgebildet werden.

Durch weitreichende Möglichkeiten zur Stoffcharakterisierung und weiterführende Analysen vor Ort ist auch die Planung und Durchführung komplexer Forschungsvorhaben aus einer Hand problemlos möglich.

Der Betrieb der Anlagen mit einer breiten Palette an harten und spröden Materialien ist ohne weiteres möglich, z. B. Flugasche, Brennstoffe, Hüttensand, Kalkstein, Klinker, Puzzolan, Quarzsand, Sulfatträger (Gips, Anhydrit), Ton und Trass

Kugelmühlen-Mahlanlage

Durchlauf-/ und Umlaufmahlanlage mit Kugelmühle

Forschungsversuch an der kontinuierlich arbeitenden Umlaufmahlanlage mit Kugelmühle im Mühlentechnikum des VDZ

Das Technikum verfügt über einen kontinuierlichen, halbtechnischen Mahl-Klassier-Kreislauf mit Kugelmühle und Sichter. Die Anlage ist mit umfangreicher Messtechnik ausgerüstet.

Zusammen mit den im VDZ vorhandenen Möglichkeiten zur Bestimmung der charakteristischen Eigenschaften der Materialien (Korngrößenverteilung, spezifische Oberfläche nach Blaine oder BET, Mahlbarkeit, etc.), eignet sich die Ausstattung des VDZ besonders gut um kleintechnische Forschungsvorhaben durchzuführen.   

Der Betrieb mit harten und spröden Materialien ist möglich:
z. B Zement, Rohmaterialien, Hüttensand, Kalkstein und Klinker

Weitere Materialien auf Anfrage.

Anlagenbeschreibung

Fließbild der kontinuierlich arbeitenden Umlaufmahlanlage mit Kugelmühle im Mühlentechnikum des VDZ

Die halbtechnische Kugelmühlen-Umlaufmahlanlage besteht im Wesentlichen aus einer 1,2 m langen Einkammermühle mit einem Durchmesser von 0,4 m, einer gravimetrischen Dosieranlage zur Aufgabe des Frischgutmassenstroms, je einer Förderschnecke zur Mühlenbeschickung und zur Abförderung des Mühlenaustragsgutes, einem Stabkorbsichter mit 0,15 m Korbdurchmesser, einem Sichterventilator und einem Zyklon mit Zellenradschleuse zur Abscheidung des Fertiggutes sowie einer Messbandwaage zur Verwiegung des Grobgutmassenstroms.

Die Antriebe der Kugelmühle, des Korbsichters (3. Generation Sichter) und des Sichterventilators sind drehzahlregelbar. Zwischen Mühlenantrieb und Mühlenrohr ist eine kombinierte Drehzahl- und Drehmomenten-Messwelle eingebaut, mit deren Hilfe die Leistungsaufnahme der Mühle ermittelt werden kann.

Der Mühlenaufgabemassenstrom setzt sich aus dem Frischgutmassenstrom und dem Sichtergrobgut-Massenstrom zusammen. Das aus der Mühle ausgetragene Material gelangt zusammen mit dem im Mühlenabluftzyklon anfallenden Mühlenstaub über Förderschnecken und Becherwerk zum Sichter. Hier wird das Sichteraufgabegut in Sichterfeingut und Sichtergrobgut (Griese) getrennt. Es ist möglich, das Mühlenaustragsgut inkl. des Mühlenabluftstaubs vor Aufgabe auf das Becherwerk als Fertiggut im Durchlaufbetrieb abzuzweigen.

Fließbild der diskontinuierlich arbeitenden Durchlaufmahlanlage mit Kugelmühle im Mühlentechnikum des VDZ

Die Feinheit und Korngrößenverteilung des Sichterfeingutes ist dabei abhängig von Sichtluftvolumenstrom, Korbdrehzahl des Sichters und Korngrößenverteilung des Sichteraufgabegutes. Das Sichterfeingut verlässt den Sichter zusammen mit der Sichtluft und wird im Sichtluftzyklon abgeschieden. Der in der Sichtluft verbleibende Reststaub wird zusammen mit dem Sichtluftvolumenstrom erneut dem Sichter zugeführt. Der Abzug eines Teils der staubbeladenen Luft nach Zyklon ist möglich. Das abgeschiedene Sichtergrobgut gelangt über eine Zellenradschleuse, eine Schnecke und eine Bandwaage zurück in die Mühle. Auf der Bandwaage wird der Sichtergrobgut-Massenstrom kontinuierlich verwogen.

Blick auf die Gattierung und die Austragswand im Inneren der Kugelmühle der Umlaufmahlanlage des VDZ.
Bandwaage zur Verwiegung des Rückgutes zur Kugelmühle im Umlaufbetrieb
Beheizbares Mühlenrohr der Umlaufmahlanlage mit Kugelmühle

Vertikal-Wälzmühle

Vertikal-Wälzmühle

Vertikal-Wälzmühle für Mahlversuche im Technikum des VDZ

Bei der Vertikalmühle im Technikum der mechanischen Verfahrenstechnik handelt es sich mit einer MPS16 (Gbr. Pfeiffer SE) um die kleinste verfügbare Baugröße des Herstellers. Dieser Mühlentyp wird in der Regel für Auslegungsversuche in Großanlagen eingesetzt.

Die Mühle verfügt über drei Mahlwalzen und einen Stabkorbsichter. Aufgabe-Massenströme bis zu 100 kg/h (Rohmaterialmahlung) können dem System zugeführt werden. Der Luft-Volumenstrom der Mühle ist über eine Drosselklappe und den Frequenzumrichter des Filters regelbar.

Der Betrieb mit harten und spröden Materialien ist möglich:
z. B. Kalkstein, Klinker, Hüttensand oder Rohmaterialien

Weitere Materialien auf Anfrage.

Chargen-Kugelmühlen

Chargen-Kugelmühlen

Im Technikum des VDZ stehen unterschiedliche Baugrößen von Batch-Kugelmühlen zur Verfügung.

Die chargenweise Mahlung kann auf Wunsch auch mit einer anschließenden Sichtung oder Siebung in Verbindung gebracht werden, um einen Sichterumlaufbetrieb nachzustellen. Für die Mahlung in Kugelmühlen stehen unterschiedliche Größen und Arten von Mahlkörpern zur Verfügung. Die Mahlung ist mit monodispersen sowie polydispersen Gattierungen möglich.

Kugelmühle 1 (2 kg Mahlgut)

Diskontinuierlich arbeitende, beheizbare und begasbare Kugelmühle im Mühlentechnikum des VDZ
  • ca. 25 kg Mahlkörper (Cylpeps oder Kugeln bis 17 mm)
  • Gasanschluss zur Herstellung bestimmter atmosphärischer Bedingungen
  • Beheizbar

Kugelmühle 2 (10 kg Mahlgut)

Batch Kugelmühle im Mühlentechnikum des VDZ
  • ca. 80 kg Mahlkörper

Kugelmühle 3 (40 kg Mahlgut)

  • ca. 300 kg Mahlkörper
  • Beheizbar
  • Leistungsmessung

Die diskontinuierlichen Mahlanlagen eignen sich für  mittelharte, harte und spröde Mahlgüter:
z. B. Flugaschen, Hüttensand, Kalkstein, Klinker, Puzzolane, Sulfatträger (Anhydrit, Gips, etc.), Ton und Trass.

Brennstoffe (Kohle, Petrol-Koks, etc.) können aus sicherheitstechnischen Gründen nur bedingt vermahlen werden.

Weitere Materialien auf Anfrage.

Klassieranlagen / Sichter und Siebanlagen

Hochleistungssichter

Hochleistungssichter für Sichtversuche im industriellen Maßstab im Technikum des VDZ

Die Hochleistungssichter mit Stabkorb der Fa. Christian Pfeiffer (Beckum) bietet die Möglichkeit, Sichtversuche an einem Hochleistungssichter der kleinsten industriellen Baugröße durchzuführen.

Der Betrieb mit harten und spröden Materialien ist möglich:
z. B. Hüttensand, Kalkstein, Klinker und Puzzolane (z.B. Flugasche)

Siebung mit dem Perflux-Sieb

Neben den gängigen Siebverfahren eignet sich das Perflux-Sieb besonders zur Siebung siebschwieriger (z. B. zur Agglomeration neigenden) trockener Proben. Durch eine gleichmäße Bewegung einer rotierenden Bürste mit definiertem Anpressdruck wird das Siebgut durch das Sieb gebracht und Agglomerationen werden aufgebrochen.

Siebaufsätze mit vielen unterschiedlichen Maschenweiten sind verfügbar (darunter auch zahlreiche Sondergrößen).

Taumelsiebmaschine

Die kontinuierlich arbeitende Taumelsiebmaschine kann in drei Siebschritte klassieren. Durch kontinuierliche Aufgabe des Siebgutes können große Materialmengen gesiebt werden. Die Herstellung großer Probenmengen einer bestimmten Fraktion ist durch die gleichzeitige Nutzung von zwei Siebböden ebenfalls möglich.

Siebaufsätze mit vielen Maschenweiten sind verfügbar.

Kontakt

Dr. Stefan Seemann

Dr. Stefan Seemann

Tel.: (0211) 45 78-254

Fax: (0211) 45 78-400

Leistungsangebot

VDZ-Leistungsangebot

Alle VDZ-Dienstleistungen aus den Bereichen Verfahrenstechnik, Anwendung von Zement und Beton, Prüfen, Überwachen, Zertifizieren und Verifizieren sowie Chemie und Mineralogie.

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