Spezifische Oberfläche nach Blaine (DIN EN 196-6, ASTM C204)

Bestimmung der spezifischen Oberfläche nach Blaine mit dem U-Rohr Manometer (DIN EN 196-6, ASTM C204)

Während der Zerkleinerung wird das Material umgangssprachlich „feiner“. Für industrielle Prozesse ist es wichtig diese „Feinheit“ genau zu beschreiben und messbare sowie vergleichbare Werte für die Prozesskontrolle einzuführen. Hierzu zählt die spezifische Oberfläche von Materialien. Diese ist besonders für die Charakterisierung von Zement und dessen Bestandteilen wichtig, da sich die reaktive Oberfläche der Partikel an der hydraulischen Reaktion beteiligt.

Spezifische Oberfläche nach Blaine (DIN EN 196-6, ASTM C204)

Typische Messbereiche der spezifischen Oberfläche nach Blaine und nach BET für Flugasche, Kalkstein und Zement

Die gängige Maßeinheit zu Bestimmung der spezifischen Oberfläche nach Blaine ist cm²/g. Voraussetzung zur Bestimmung der Oberfläche ist die Reindichte des Materials.

Die Charakterisierung der spezifischen Oberfläche nach Blaine wird beim VDZ durch ein U-Rohr Manometer durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine sehr exakte Messmethode mit sehr geringen Abweichungen, die in zahlreichen Ringversuchen und internen Qualitätskontrollen regelmäßig bestätigt und nachgehalten wird. Die Messung kann nach Europäischer Norm (DIN EN 196-6) sowie nach ASTM (ASTM C204) durchgeführt werden.

Neben der gängigen Standardmethode kann die spezifische Oberfläche nach Blaine auch durch ein automatisiertes Verfahren durchgeführt werden.
Mit dem Verfahren nach Blaine kann u.a. die Feinheit folgender Materialien charakterisiert werden: z. B.: Hüttensand, Kalkstein, Klinker, Puzzolane (Flugasche nur mit Einschränkungen), Quarzsand und Trass.

Natürlich können auch andere Materialien charakterisiert werden. Sprechen sie uns gerne an.

Messzelle zur Bestimmung der spezifischen Oberfläche nach Blaine mit dem U-Rohr Manometer (DIN EN 196-6, ASTM C204)

Spezifische Oberfläche nach BET (DIN ISO 9277)

Messzelle des BET-Verfahrens im Stickstoffbad zur Bestimmung der spezifischen Oberfläche

Anders als das Blaine-Verfahren ist das Verfahren nach BET (Brunauer, P. H. Emmett, Edward Teller, DIN-ISO 9277) besonders geeignet, um die spezifische Oberfläche inklusive vorhandener Poren und innerer Oberfläche darzustellen. Das Verfahren ist besonders gut geeignet zur Charakterisierung poröser und feindisperser Feststoffe (z. B. Aktivkohle, Flugasche) durch Gasadsorption.

Durch Gasadsorption wird eine Monoschichtbedeckung von Molekülen eines inerten Gases (häufig Stickstoff) an der Oberfläche der Probe erzeugt. Aufgrund der bekannten Größe der Moleküle kann die spezifische Oberfläche bestimmt werden.

Der Messbereich dieses Verfahrens liegt bei 0,1 – 2000 m²/g (1000-20.000.000 cm²/g).

Wir beraten Sie gerne hinsichtlich individueller und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Analysen.

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Dr. Stefan Seemann

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