Optimierung der röntgenographischen Analyse von Stäuben aus der Klinkerproduktion als Grundlage zu ihrer Verwertung und zur Prozesskontrolle

Zur wirtschaftlichen und ökologischen Produktion von Zementen ist heute ein weitreichender Einsatz von alternativen Brennstoffen unerlässlich. Damit kann verfahrenstechnisch ein erhöhter Eintrag von z. B. Chlorid und Sulfat und der Anfall von verstärkt salzbefrachteten Staubmengen verbunden sein. Die röntgenographische Analyse solcher Stäube in den Werkslaboren ist eine Herausforderung, da einerseits geeignete Kalibrierproben fehlen, andererseits die Variabilität der Stäube eine verminderte Präzision und teilweise schwer nachvollziehbare Messfehler hervorruft. Durch eine verbesserte Charakterisierung dieser Stoffe kann eine optimierte Rückführung in den Produktionsprozess erreicht werden, weil z. B. für Dosierungen der Stäube zum Zement geringere Vorhaltemaße vorgesehen werden müssen.

Eine verbesserte Staubanalytik kann zudem die Prozessführung unterstützen, indem durch genaue Kenntnis der Staubzusammensetzung das Risiko der Bildung unerwünschter Ansätze im Ofensystem durch Chlorid- und Sulfatfrachten besser eingeschätzt werden kann und somit Störungen vermieden werden können. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund einer anzustrebenden weiteren Steigerung der Anteile alternativer Roh-/Brennstoffe, die insbesondere für KMU der Zementbranche eine ökonomische Notwendigkeit darstellt.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die Vorgehensweise für robuste und präzise Staubanalysen in Werkslaboren zu definieren, um damit eine optimale Verwertung der Produktionsstäube zu ermöglichen bzw. die Prozesskontrolle zu unterstützen. Die Erkenntnisse werden in Form einer Verfahrensanleitung zusammengeführt, so dass die Implementierung von Analysemethoden an Prozessstäuben im Werkslabor gegebenenfalls auch ohne laufende Unterstützung externer Labore erfolgen kann.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 20313 N der Forschungsvereinigung VDZ gemeinnützige GmbH – VDZ gGmbH, Tannenstraße 2, 40476 Düsseldorf wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Jörg Rickert

Dr. Jörg Rickert

Tel.: (0211) 45 78-283

Fax: (0211) 45 78-44427

Projektzeitraum

02/2019 - 01/2021