Beurteilung von Portlandzementklinker mittels mikroskopischer und röntgenografischer Analysemethoden zur Bewertung des Klinkerbrennprozesses

In dem Vorhaben soll eine Methodik entwickelt werden, mit der Korrelationen zwischen mikroskopisch und röntgenografisch analysierten Klinkereigenschaften und den Brennbedingungen aufgezeigt werden können. Eine wesentliche Grundlage dafür bildet die eingehende stoffliche Charakterisierung verschiedener Labor- und Werksklinker.

In einer ersten Stufe der Untersuchungen sollen die lichtmikroskopischen Beobachtungen zu den Auswirkungen einzelner Brennbedingungen auf bestimmte Klinkereigenschaften, die nur von einer sehr begrenzten Zahl von Autoren beschrieben wurden, reproduziert werden. Dies soll an Laborklinkern erfolgen. In einer zweiten Stufe soll untersucht werden, ob sich die Zusammenhänge zwischen Klinkereigenschaften und Brennbedingungen unter Laborbedingungen auch auf Klinker übertragen lassen, die mit für deutsche Werke typischem hohem Alternativbrennstoffeinsatz hergestellt wurden. Geeignete Klinkerserien werden in Werken entnommen. In einer dritten Stufe soll überprüft werden, inwieweit sich dieselben Klinkereigenschaften, die durch aufwendige lichtmikroskopische Analysen untersucht werden, in röntgenografischen Eigenschaften widerspiegeln.

Insbesondere den mittelständischen Werken (KMU) soll so die Möglichkeit gegeben werden, aus den Klinkereigenschaften Informationen über die Brennbedingungen im Drehrohrofen abzuleiten, um diese prozesstechnisch optimieren zu können. Sie erhalten dadurch Hilfestellung, um die aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten notwendige weitere Erhöhung der Anteile an alternativen Brennstoffen bei der Zementherstellung bei gleichbleibend hoher Klinkerqualität realisieren zu können. Dabei soll der Zementindustrie ermöglicht werden, die Erkenntnisse über den Prozess aus dem Produkt anhand der schon in vielen Werken vorhandenen Röntgenbeugungsanalytik zu gewinnen und für Optimierungsmaßnahmen zu nutzen.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 18776 N der Forschungsvereinigung VDZ gemeinnützige GmbH – VDZ gGmbH, Tannenstraße 2, 40476 Düsseldorf wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Jörg Rickert

Dr. Jörg Rickert

Tel.: (0211) 45 78-283

Fax: (0211) 45 78-44427

Projektzeitraum

07/2015 - 03/2018