Hochleistungsklinker für Hochofenzemente

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Leistungsfähigkeit von Hochofenzementen durch die systematische Anpassung der Klinkerphasenzusammensetzung bzw. den Zusatz von Mineralisatoren bei der Klinkerherstellung zu erhöhen und damit die Frühfestigkeiten von Hochofenzementen zu verbessern.

Die Ergebnisse der vorgesehenen Untersuchungen und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die optimale mineralogische Zusammensetzung des Klinkers im Hinblick auf das Reaktionsvermögen des Hüttensandes systematisch ermitteln zu können. Besonders der Einfluss der Phasenzusammensetzung von Klinker auf die Festigkeitsentwicklung von Hochofenzementen soll Gegenstand der Untersuchungen des Projekts sein. Die Gehalte der vier Klinkerphasen (C3S, C2S, C3A und C4AF) sowie die Modifikationen des C3A sollen systematisch in Laborklinkern variiert und das Zusammenspiel dieser Klinker mit zwei verschiedenen Hüttensanden untersucht werden. Zudem soll auch der Einfluss unterschiedlich mineralisierter Klinker auf die Frühfestigkeitsentwicklung von Hochofenzementen ermittelt werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des geplanten Projekts stehen den Zementherstellern wichtige Erkenntnisse zur Verfügung, um die Klinkerzusammensetzung für Hochofenzemente im Rahmen der jeweiligen Werksvoraussetzungen zu optimieren. Wirkungsvolle Instrumente zur gezielten Steigerung der Zementleistungsfähigkeit über die Optimierung des Klinkers in dem System „Klinker-Hüttensand-Sulfat“ sind vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) von großer Bedeutung. Die gezielte Anpassung des Klinkers ermöglicht eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Zements bei gleich bleibendem Hüttensandgehalt oder einen erhöhten Einsatz von Hüttensand bei gleich bleibender Leistungsfähigkeit. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteil, der mit der Verwendung von Hüttensand als Hauptbestandteil verbunden ist, weiter auszubauen.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 18935 N der Forschungsvereinigung VDZ gemeinnützige GmbH – VDZ gGmbH, Tannenstraße 2, 40476 Düsseldorf wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Jörg Rickert

Dr. Jörg Rickert

Tel.: (0211) 45 78-283

Fax: (0211) 45 78-44427

Projektzeitraum

11/2015 - 04/2018