Vermeidung einer schädigenden AKR durch Portlandflugaschezement – Wirkungsmechanismen im Beton

Das Forschungsvorhaben knüpft an das Projekt „NA-Zemente mit Flugasche“ (IGF 17249N) an und verfolgt zwei Ziele. Zum Ersten soll untersucht werden, wie sich die Eigenschaften flugaschehaltiger Zemente auf die Freisetzung von Aluminium in die Porenlösung auswirken, das einen deutlichen Einfluss auf die Löslichkeit von Silikaten und damit auf den Verlauf einer AKR zu haben scheint. Die Ergebnisse sollen die umfassenden Erkenntnisse zu den Zusammenhängen zwischen den Eigenschaften flugaschehaltiger Zemente und anderen Wirkungsmechanismen von Flugasche zur AKR-Vorbeugung aus dem Vorgängervorhaben vervollständigen.

Zum Zweiten sollen Betonversuche mit gezielt ausgewählten und hergestellten flugaschehaltigen Laborzementen zeigen, welcher der in diesem und im Vorgängervorhaben untersuchten Wirkungsmechanismen wie stark zur Vorbeugung einer schädigenden AKR beiträgt.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen zusammen mit den Ergebnissen des Vorläuferprojekts die Herstellung und Optimierung von NA-Zementen mit Flugasche als Hauptbestandteil ermöglichen. In der Praxis können derzeit nur Portlandzemente und hüttensandhaltige Zemente als NA-Zemente hergestellt werden. Dies ist standortbedingt jedoch nicht für alle Zementhersteller gleichermaßen möglich. Insbesondere KMU mit nur einem oder wenigen Produktionsstandorten können aus diesen Gründen gegebenenfalls nicht oder nur erschwert NA-Zemente produzieren.

Auf Basis der Ergebnisse des Forschungsprojekts wird die Auswahl an Zementhauptbestandteilen vergrößert, die sich für die Herstellung von NA-Zementen eignen. Dadurch werden insbesondere mittelständische Zementhersteller besser in die Lage versetzt, solche Zemente herzustellen. Auch die Umstellung von NA-Portlandzementen auf NA-Zemente mit einem verringerten Klinkerfaktor ist so leichter möglich.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 19112 N der Forschungsvereinigung VDZ gemeinnützige GmbH – VDZ gGmbH, Tannenstraße 2, 40476 Düsseldorf wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Jörg Rickert

Dr. Jörg Rickert

Tel.: (0211) 45 78-283

Fax: (0211) 45 78-44427

Projektzeitraum

04/2016-09/2018