ECo – Methanisierung zur Verwertung von abgetrenntem CO2 und Speicherung erneuerbarer Energie

Auch wenn die Entwicklung von Technologien zur CO2-Abscheidungstetig voranschreitet, ist die Frage der Endlagerung von CO2 aus gesellschaftlichen, rechtlichen und ökologischen Gründen weiterhin offen. Umso wichtiger wird die Frage, auf welche Weise CO2 in Produkten verwertet werden kann, die aus Kohlenwasserstoffen hergestellt werden. Das ist prinzipiell möglich, aber energieintensiv. Wird das CO2 aus industriellen Quellen jedoch mithilfe von überschüssigem erneuerbaren Strom kombiniert, ergeben sich Synergien. Insbesondere die Synthese von Methan kann vielversprechend sein, da mit dem Erdgasnetz die Infrastruktur und Lagermöglichkeiten bereits existieren.

Das EU-geförderte ECo-Projekt (Efficient Co-Electrolyser for Efficient Renewable Energy Storage) behandelt die Entwicklung von hocheffizienten Systemen, sogenannte SOEC (Solid Oxide Electrolysis Cells), zur simultanen Elektrolyse von Dampf und CO2, um Methan zu erzeugen. Die Zellen arbeiten bei tiefen Temperaturen und hohen Drücken und sollen auf ihre Leistung und Haltbarkeit hin untersucht werden.

Im weiteren Projektverlauf soll eine SOEC-Anlage entworfen werden, die mit schwankender Energiezufuhr und unter Nutzung verschiedener CO2-Quellen effizient arbeitet. Dabei ist zu prüfen, welche Ansprüche dieses System an die Reinheit des CO2 stellt. Zudem muss das System eine Methanqualität aufweisen, die den Anforderungen des Erdgasnetzes gerecht wird. Abschließend soll eine techno-ökonomische Studie das System im Vergleich zu anderen Elektrolyse-Technologien bewerten.

Förderer

Das ECo-Projekt wird aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union von der European Commission’s Fuel Cells Hydrogen Joint Undertaking (FCH 2 JU) unter der Fördervereinbarung Nr. 699892 – ECo finanziert.