Untersuchungen zur Eignung von dolomitreichen Carbonatgesteinen als Zementhauptbestandteil

Ziel des geplanten Forschungsprojektes ist es, die Eignung von dolomitreichen Carbonatgesteinen als Zementhauptbestandteil zu untersuchen. Hierzu sind neben Zement- auch systematische Beton- und Betondauerhaftigkeitsuntersuchungen mit mehreren Klinkern in Kombination mit verschiedenen dolomitreichen Carbonatgesteinen erforderlich. Bei den Carbonatgesteinen soll der Einfluss gesteinsspezifischer Parameter, wie der geologischen Herkunft und der Höhe des Dolomitanteils, untersucht sowie die Rolle des Dolomits bei der Zementhydratation geklärt werden.

Zum Erreichen des Ziels sollen die dolomitreichen Carbonatgesteine (reine, mergelige, sandige oder kalkige Dolomite bzw. dolomitische Kalksteine) unterschiedlicher geologischer Herkunft und Portlandzementklinker mit unterschiedlicher Mineralogie und Feinheit beschafft, ausführlich charakterisiert und zur Herstellung von CEM II/A- und CEM II/B-Zementen (mit 20 bzw. 30 M.-% Carbonatgestein) und entsprechenden Betonen eingesetzt werden. Es werden relevante Zement- und Betoneigenschaften analysiert. Die Ergebnisse dienen dazu, Anforderungen an dolomitreiche Carbonatgesteine zu definieren, wie sie für die Herstellung von leistungsfähigen dolomitreichen Zementen und dauerhaften Betonen erforderlich sind. Daneben soll geklärt werden, ob eine Entdolomitisierung bei der Zementhydratation stattfindet und wenn ja, welche Auswirkungen diese gegebenenfalls auf die Betoneigenschaften hat.

Anhand der Forschungserkenntnisse wird insbesondere den mittelständisch strukturierten Zementherstellern (KMU) eine verbesserte Abschätzung zu den Auswirkungen der Verwendung dolomitreicher Carbonatgesteine ermöglicht. Mittelfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, dass auch dolomithaltige Carbonatgesteine mit weniger als 75 M.-% Calciumcarbonat als Zementhauptbestandteil genutzt werden können. Das hilft den Unternehmen, dem zunehmenden ökonomischen Druck am Standort Deutschland standzuhalten.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 18936 N der Forschungsvereinigung VDZ gemeinnützige GmbH – VDZ gGmbH, Tannenstraße 2, 40476 Düsseldorf wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt

Dr. Jörg Rickert

Dr. Jörg Rickert

Tel.: (0211) 45 78-283

Fax: (0211) 45 78-44427

Projektzeitraum

01/2016 - 06/2018