Einflüsse von Temperatur auf Wechselwirkungen zwischen Fließmittel und Zementen mit mehreren Hauptbestandteilen

Vor dem Hintergrund der jahreszeitunabhängigen Betonbautätigkeit sind Kenntnisse über Einflüsse von sowohl sommer- als auch winterlichen Temperaturen auf Zement-Fließmittel-Wechselwirkungen von enormer Relevanz, um Fehlreaktionen im Beton vermeiden zu können.

Ziel des Forschungsvorhabens war es, Wechselwirkungen zwischen Fließmitteln und Zementen im Temperaturbereich von 5 °C bis 30 °C (min. und max. Frischbetontemperatur ohne weitere Maßnahmen gemäß DIN 1045-3) zu bestimmen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen lag auf Fließmitteln basierend auf Polycarboxylatether und klinkereffizienten Zementen mit mehreren Hauptbestandteilen.

Mit von 30 °C auf 5 °C sinkender Prüftemperatur verringerte sich die zur Verflüssigung der Proben mit Portlandzement erforderliche Menge an Fließmittel (Sättigungsdosierung) deutlich. Unter- bzw. Überdosierung von Fließmittel kann so bei Temperaturschwankungen schnell die Folge sein. Mit sinkender Temperatur änderte sich die Wirkungsweise der Fließmittel je nach Art bzw. Struktur des Wirkstoffs teilweise wesentlich. Zemente mit hohen Anteilen an weiteren Hauptbestandteilen neben Klinker vergleichmäßigten den Einfluss der Temperatur auf die Wirkung der Fließmittel.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 18642 N der Forschungsvereinigung VDZ gGmbH wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.