Erhöhung der Energieeffizienz und Substitutionsrate im Klinkerbrennprozess durch Trocknung und Mahlung von Alternativbrennstoffen

Bei der Zementherstellung wird ein wesentlicher Teil thermischer Energie für das Brennen des Zementklinkers im Drehrohofen aufgewendet. Heutzutage werden parallel zu den fossilen Brennstoffen Alternativbrennstoffe (ABS) eingesetzt, die erstere substituieren. Die Zementhersteller streben eine Erhöhung des ABS-Anteils an, um ihre Wettbewerbssituation zu sichern bzw. zu verbessern. Eine Erhöhung des Einsatzes alternativer Brennstoffe ist jedoch daran gebunden, dass die Brennstoffe eine gleichmäßige Qualität aufweisen. So dürfen beispielsweise Feuchtegehalte und Partikelgröße – insbesondere bei Aufgabe in der Drehofenfeuerung - nur innerhalb bestimmter Bandbreiten schwanken.

Im Forschungsprojekt sollte zunächst ermittelt werden, welche ABS-Einsatzraten sich erreichen lassen, wenn bestimmte ABS  unaufbereitet in den Ofen eingebracht werden. Anschließend sollte untersucht werden, inwieweit es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, diese Brennstoffe vor Aufgabe auf den Ofen durch geeignete externe Trocknung, Zerkleinerung und Homogenisierung vor Ort im Zementwerk aufzubereiten, um höhere Einsatzraten zu erzielen. Dabei sollte der Nutzen entsprechender Trocknungs- und Mahlanlagen bestimmt und dem Aufwand gegenüber gestellt werden. Dazu wurden Betriebsversuche in Zementwerken durchgeführt sowie eine Wirtschaftlichkeitsstudie erstellt.

Förderer

Das IGF-Vorhaben 18589 N der Forschungsvereinigung 
VDZ gGmbH wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.