Presseinformationen

Dienstag, 17. September 2019

CO2-Fußabdruck bleibt Herausforderung für die Zementindustrie

Die deutschen Zementhersteller haben auch im zurückliegenden Jahr in eine Vielzahl von Maßnahmen investiert, um ihren CO2-Fußabdruck weiter zu verringern. Dazu gehören sowohl die erneute Verbesserung der Energieeffizienz in der Zementproduktion durch neue Produktionsanlagen als auch die weitere Steigerung des Anteils alternativer Brennstoffe mit Biomasse. Dies zeigen die „Umweltdaten der deutschen Zementindustrie 2018“, die von den deutschen Zementherstellern traditionsgemäß einmal im Jahr veröffentlicht werden. „Wir haben auch in diesem Jahr deutliche Fortschritte gemacht und unsere CO2-Performance weiter verbessert“, so Christian Knell, Präsident des Vereins Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ). „Klar ist aber auch, dass wir bei der Verringerung der CO2-Emissionen mit bestehender Technik zunehmend an unsere Grenzen stoßen. Wir arbeiten daher an neuen zukunftsweisenden Technologien, vor allen Dingen an der Abscheidung des CO2, um es anschließend weiter verwenden oder gegebenenfalls speichern zu können.“

Die deutsche Zementindustrie hat allein in den Jahren 2015 bis 2017 mehr als eine halbe Milliarde Euro in ihren Maschinenpark und insbesondere in die Umwelttechnik ihrer Werke investiert. So konnten durch den Einsatz moderner Abgasreinigungstechniken die Emissionen weiter verringert werden. Auf diese Weise kann auch der neue, abgesenkte Grenzwert für Stickoxide (NOx) von 200 mg/m³ durch die Zementhersteller sicher eingehalten werden.

Für die Verringerung der CO2-Emissionen bietet die Reduktion des Klinkerfaktors im Zement nach wie vor noch Potenzial zur CO2-Vermeidung. So wurden neue Zementarten mit Klinkergehalten zwischen 35 und 64 % entwickelt. Diese Zemente können aber erst dann eingesetzt werden, wenn die EU-Kommission die überarbeitete, europäisch harmonisierte Zementnorm EN 197 veröffentlicht hat. Zudem sind auf nationaler Ebene die Anwendungsregeln in der Betonnorm anzupassen. „Hier sind wir letztlich mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette Bau gemeinsam gefordert, um die klinkerärmeren Zemente auf dem Markt zur Anwendung zu bringen“, betont VDZ-Präsident Knell.

Eine Dekarbonisierung der Industrie, so wie angesichts der Klimaziele angestrebt, wird aber erst durch ganz neue Technologien zu erreichen sein. Vor diesem Hintergrund hat die Zementindustrie in den letzten Jahren unter dem Dach der European Cement Research Academy (ECRA) mit Hochdruck an der CO2-Abscheidung (Carbon Capture) geforscht. Die entsprechende großtechnische Erprobung im Rahmen von Demonstrationsprojekten könnte somit nun angestoßen werden. „Offen ist derzeit allerdings noch, in welchem Umfang das CO2 aus dem Produktionsprozess für andere Zwecke genutzt oder gespeichert werden kann“, erläutert Knell. Vor allen Dingen fehlt aber noch eine geeignete CO2-Infrastruktur, an die auch die Zementwerke angeschlossen werden könnten. Hier sind alle Beteiligten aus Gesellschaft, Politik und Industrie gefragt, an gemeinsamen Lösungen mitzuarbeiten.

Dem Verein Deutscher Zementwerke e.V. gehören 15 deutsche Zementhersteller mit insgesamt 46 Zementwerken an. Die gesamte Branche erwirtschaftet in Deutschland mit rund 8.100 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 2,8 Milliarden Euro jährlich.

Über eine Berücksichtigung der VDZ-Presseinformation bei der Berichterstattung in Ihren Medien und die Zusendung eines Belegexemplars würden wir uns freuen.

Die Umweltdaten 2018 finden Sie im Anhang und unter: https://vdz.info/9layl


Ihr Ansprechpartner:
Dr. Johannes Pohlkamp
Marketing und Kommunikation
johannes.pohlkamp@vdz-online.de; www.vdz-online.de
Tel.: (0211) 45 78-229
Fax: (0211) 45 78-296

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
Seminar Moderne Ofen- und Brenntechnik

Mitarbeiter aus der Produktion, Vorarbeiter, Meister und junge Betriebsingenieure erwerben im Seminar die grundlegenden und vertieften Kenntnisse der Klinkerherstellung und der damit verbundenen Prozessschritte.

27
Seminar Moderne Ofen- und Brenntechnik

Mitarbeiter aus der Produktion, Vorarbeiter, Meister und junge Betriebsingenieure erwerben im Seminar die grundlegenden und vertieften Kenntnisse der Klinkerherstellung und der damit verbundenen Prozessschritte.

28
Seminar Moderne Ofen- und Brenntechnik

Mitarbeiter aus der Produktion, Vorarbeiter, Meister und junge Betriebsingenieure erwerben im Seminar die grundlegenden und vertieften Kenntnisse der Klinkerherstellung und der damit verbundenen Prozessschritte.

29
30
 

Rahmenbedingungen

Zementindustrie im Überblick 2019/2020

In kompakter Form bietet die Broschüre „Zementindustrie im Überblick“ eine Zusammenfassung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der deutschen Zementindustrie.