
Alle Einsatzstoffe zur Zement- und Betonherstellung enthalten Haupt-, Neben- und Spurenelemente. Dabei macht die Summe der Haupt- und Nebenelemente über 99 Masse-Prozent aus. Für die entsprechenden Spurenelementgehalte in Zement und Beton sind die jeweiligen Mengen der Einsatzstoffe und deren Elementgehalte maßgebend. In den verwendeten Rohmaterialien können dabei Spurenelementgehalte vorliegen, die sich je nach Lagerstätte deutlich voneinander unterscheiden. Die Spurenelementgehalte von Betonen sind mit denen von natürlichen Gesteinen vergleichbar.
Die Freisetzungsrate von Spurenelementen aus Mörtel und Beton ist gering. Untersuchungen bestätigen, dass sie in der Zementsteinmatrix fest eingebunden sind. Darüber hinaus gewährleistet gefügedichter Beton einen hohen Diffusionswiderstand, der zusätzlich einer Freisetzung entgegenwirkt. Untersuchungen an Mörteln und Betonprüfkörpern belegen, dass die Konzentrationen in Eluaten z. B. die Werte der Trinkwasser-Verordnung deutlich unterschreiten. Die Lagerung unter unterschiedlichen, zum Teil extremen Bedingungen hat zu keiner umweltrelevanten Freisetzung geführt. Das gilt auch, wenn das Probenmaterial vor dem Auslaugtest gebrochen und zerkleinert wurde.
In der Broschüre werden die Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung zu Spurenelementgehalten von Zementen gezeigt. Es handelt sich hierbei um mehr als 400 Stichproben aus der Güteüberwachung deutscher Normzemente des Jahres 2001.