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PARTNER: Beurteilung der Reaktivität alkaliempfindlicher Gesteine in Europa

Für die Beurteilung der Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen liegen bisher in Europa keine grenzübergreifend anwendbaren Prüfverfahren vor. Dies liegt vor allem an den unterschiedlichen Erfahrungen mit einer schädigenden AKR. Es fehlen Untersuchungsergebnisse, bei denen das Verhalten verschiedener Gesteinskörnungen in unterschiedlichen Prüfverfahren mit dem in der Praxis bzw. unter praxisgerechten Bedingungen verglichen wurde. Diese Lücke soll in dem von der EU geförderten PARTNER-Projekt, an dem 24 Einrichtungen vorrangig aus Westeuropa beteiligt sind, geschlossen werden.

Ziel ist die Entwicklung einer für Europa einheitlichen Prüfsystematik zur Beurteilung der Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen. Dazu werden ein petrographischer Atlas mit alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen aus Europa erstellt und verschiedenste petrographische sowie Mörtel- und Betonprüfverfahren zur Feststellung der Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen auf die Qualität ihrer Ergebnisse untersucht. Ferner sollen durch Seminare und Workshops die Prüfverfahren in Europa etabliert werden.


Bild 1: Dehnung von Betonprismen (7,5x7,5x28 cm)


Bild 2: Luft- und Fußbadlagerung von 30-cm-Würfeln im Freien

Im FIZ wurden bisher neben petrographischen Untersuchungen verschiedene Beton- und Mörtelprüfungen durchgeführt. Bild 1 zeigt die Dehnung von Betonprismen mit reaktiven (R, RP) und nicht reaktiven (NR) Gesteinskörnungen bei einem in Frankreich entwickelten Prüfverfahren, bei dem die Betonproben bei 60 °C über Wasser gelagert werden.

Außerdem wurden Freilagerungsversuche an 8 verschiedenen Orten in Europa organisiert (Bild 2). Sie dienen dazu, das Verhalten der Betone - mit verschiedenen alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen - unter beschleunigenden Reaktionsbedingungen im Labor mit dem Verhalten unter realen Umweltbedingungen abzugleichen.