Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen und Betonen
Zur Vermeidung von Schäden infolge einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) müssen die Alkaliempfindlichkeit der Gesteinskörnung oder des Betons bekannt sein, damit ggf. Maßnahmen ergriffen werden können. Die Alkaliempfindlichkeit von Gesteinskörnungen kann mit Prüfungen nach Alkali-Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) oder nach RILEM untersucht werden. In den Fällen, in denen die Alkali-Richtlinie einen Austausch der Gesteinskörnung oder den Einsatz von NA-Zement festlegt, kann auch die Alkaliunempfindlichkeit einer Betonzusammensetzung durch eine AKR-Performance-Prüfung nachgewiesen werden, um nicht unnötig Gesteinskörnungen oder Zemente von der Verwendung auszuschließen.
Bei Fahrbahndecken aus Beton (z. B. auf Flugbetriebsflächen oder Autobahnen) ist das AKR-Schädigungspotenzial durch Alkalien der Enteisungsmittel, die von außen in den Beton eindringen können, besonders hoch. Deshalb legt das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau (ARS) Nr. 04/2013 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Anforderungen für Verkehrsflächen aus Beton fest, mit denen AKR-Schäden in Fahrbahndecken sicher vermieden werden sollen. Gemäß dem ARS Nr. 04/2013 ist die Alkaliunbedenklichkeit grober Gesteinskörnungen und von Betonen der Feuchtigkeitsklasse WS nachzuweisen.
Gutachten zur Alkaliunbedenklichkeit von Gesteinskörnungen und Betonzusammensetzungen gemäß ARS Nr. 04/2013
- AKR-Performance-Prüfung eines Betons
- WS-Grundprüfung einer groben Gesteinskörnungen
- Bestätigungsprüfung der Betonausgangsstoffe bei Vorliegen einer bestandenen AKR-Performance-Prüfung oder einer WS-Grundprüfung
Prüfungen hinsichtlich Alkali-Kieselsäure-Reaktion
Prüfung von Gesteinskörnung |
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Leistung |
Verfahren |
Schnellprüfverfahren (Referenzprüfverfahren) |
Teil 3 Alkali-Richtlinie |
Mörtelschnelltest (Alternativverfahren) |
Teil 3 Alkali-Richtlinie |
Betonversuch mit Nebelkammerlagerung (40 °C) |
Teil 3 Alkali-Richtlinie |
60 °C - Betonversuch |
Teil 3 Alkali-Richtlinie |
Prüfung von Betonzusammensetzung |
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Leistung |
Verfahren |
60 °C - Betonversuch ohne Alkalizufuhr von außen |
N F P 18-454 |
60 °C - Betonversuch mit Alkalizufuhr von außen |
FIZ |
60 °C - Betonversuch an zwei Bohrkernhälften |
FIZ |
40 °C - Nebelkammerlagerung an Bohrkernen |
FIZ |
Diagnose von Schäden infolge einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion |
Auflicht-, Durchlicht- und |

