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Beton

Hart im Nehmen - Stark in der Leistung - Fair zur Umwelt

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  • Umweltverträglichkeit von Beton
  • Herstellung, Anwendung und Sekundärstoffeinsatz

 

Aus dem Inhalt

Wer Zement und Beton ökologisch beurteilen möchte, muss alle Lebensphasen von der Herstellung und Verarbeitung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung berücksichtigen. Für alle diese Phasen liegen umfangreiche Untersuchungsergebnisse zur Umweltverträglichkeit vor. Die Emissionen bei der Zementherstellung führen bei Produktionsstätten zu Immissionskonzentrationen, die teilweise unter einem Prozent der gültigen Grenzwerte liegen. Der Immissionsbeitrag organischer Stoffe unterschreitet die zulässigen Werte erheblich. Auch der Bodeneintrag, beispielsweise von Schwermetallen in der Umgebung der Zementwerke, ist nicht umweltrelevant.

Elemente wie beispielsweise Blei, Cadmium und Zink liegen in der Frischbetonphase in ungelöster Form vor und werden deshalb nicht freigesetzt. Chrom ist zwar anfangs gut löslich, wird aber mit fortschreitender Hydratation, d.h. wenn der Beton langsam hart wird, in die Hydratphasen eingebunden. Es liegt dann in ungelöster Form vor. Spurenelemente sind im Betonbauteil in der Zementsteinmatrix fixiert und somit immobil. Daher ist die Freisetzung von Schwermetallen aus Beton gering. Negative Auswirkungen durch Ausgasung aus Beton konnten während der Nutzungsphase nicht nachgewiesen werden. Marginal ist auch die Radioaktivität von Beton. Die mittlere Radonexhalation liegt um zwei Zehnerpotenzen niedriger als die mittlere Radonexhalation des natürlichen Bodens.Heute werden viele der notwendigen Einsatzstoffe für die Zementherstellung durch geeignete Sekundärstoffe substituiert. Das hat mehrere Vorteile: Die Wirtschaftlichkeit des Herstellungsprozesses kann durch den Einsatz von Sekundärstoffen bei der Zementherstellung verbessert werden, gleichzeitig leisten die Zementunternehmen einen Beitrag zur umweltverträglichen Verwertung. Gesamtökologisch ist die Verwertung von Sekundärstoffen im Zementwerk anderen Verwertungs-oder Beseitigungsverfahren überlegen.

Werden Sekundärstoffe eingesetzt, zeigen die vorliegenden Untersuchungen, dass Schwermetallkonzentrationen im Abgas von Drehofenanlagen nicht umweltrelevant sind. Die Gehalte an Dioxinen und Furanen unterschreiten den Grenzwert von 0,1 ng TE/m3 deutlich, unabhängig davon, ob Regelbrennstoffe oder Ersatzbrennstoffe eingesetzt werden. Alle organischen Bestandteile im Brennstoff werden im Drehrohr zerstört. Der Einsatz von Sekundärstoffen beim Klinkerbrennprozess ermöglicht eine vollständige stoffliche und energetische Verwertung. Produktspezifische Reststoffe fallen nicht an. Alle Untersuchungen haben gezeigt, dass die Umwelt nicht durch das Freisetzen von Schwermetallen aus Betonbauteilen belastet wird. Auch wenn Zement mit Sekundärstoffen hergestellt wird, kann der daraus hergestellte Beton vollständig wiederverwendet werden. Folglich führt der Sekundärstoffeinsatz bei der Zementherstellung weder zu einer Beeinträchtigung der Umweltverträglichkeit des Zementherstellungsprozesses noch der Produkte Zement und Beton. Beton ist also ein ökologischer Baustoff, der bei Herstellung und Nutzung umweltverträglich ist und der vollständig wiederverwertet werden kann.