Untersuchungen an VorcalcinieranlagenNeubauten von Drehofenanlagen der Zementindustrie werden heute durchweg mit Vorcalciniertechnik ausgeführt. Im Calcinator wird der bearbeitete Rohstoff, ein Gemisch aus Kalkstein und Ton, unter Zuführung von Energie weitgehend entsäuert. Dadurch kann der Drehofen kleiner und somit kostengünstiger ausgelegt werden. In der Regel werden zwischen 50 und 65 % der gesamten Feuerungswärmeleistung im Calcinator aufgegeben, wobei sich durch Einsatz einer gestuften Feuerungsführung eine NOx-Minderung erreichen lässt. Das Ziel besteht darin, im Calcinator einen wirkungsvollen NO-Abbau bei gleichzeitig gutem Ausbrand, störungsfreiem Ofenbetrieb und hoher Flexibilität hinsichtlich des Brennstoffeinsatzes zu erreichen. Bisher wurden vom Forschungsinstitut der Zementindustrie bereits an mehreren Vorcalcinieranlagen Untersuchungen durchgeführt. Zum einen sollte überprüft werden, inwieweit sich Erfahrungen aus der Kraftwerkstechnik auf den Zementherstellungsprozess übertragen lassen. Zum Anderen wurden für die Stufenverbrennung und deren Kombination mit dem SNCR-Verfahren Verbesserungspotentiale ermittelt und deren Grenzen ausgelotet.
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