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Frost-Tausalz-Widerstand von Beton mit CEM II/B-S-Zement

Portlandhüttenzement (CEM II/B-S) ist für die Herstellung von Betonfahrbahndecken seit längerem zugelassen. Bis heute wurde er jedoch nur vereinzelt eingesetzt, obwohl mit realisierten Bauprojekten, wie z. B. mit der BAB A29, positive Erfahrungen gesammelt wurden. Beton mit Portlandhüttenzement weist einen vergleichbaren Frost-Tausalz-Widerstand auf wie Beton mit Portlandzement. Dennoch traten in einem Baulos einer Betonfahrbahndecke mit CEM II/B-S 32,5 R, neben einem kurzen intakten Teilabschnitt, großflächige Abwitterungen des Oberflächenmörtels auf. Während in dem ungeschädigten Bereich zur Betonherstellung Sande mit geringer Wasseraufnahme verwendet wurden, kamen in den geschädigten Bereichen Sande mit einer hohen Wasseraufnahme zum Einsatz.

Bild 1: Abwitterung der Betone (CDF-Verfahren)

Um eine Verunsicherung in Bezug auf die Verwendung von Portlandhüttenzement im Straßenbau zu vermeiden, wurde der Frost-Tausalz-Widerstands von Fahrbahndeckenbetonen systematisch untersucht. Dabei variierte die Zementsorte (Portland- bzw. Portlandhüttenzement) und die Wasseraufnahme der verwendeten Sande (geringe [Sand A] bzw. hohe Wasseraufnahme [Sand B]). Die Prüfung des Frost-Tausalz-Widerstandes erfolgte mit dem CDF-Verfahren nach E DIN EN 12390-9 an Oberflächen, die gegen eine Teflonscheibe betoniert bzw. mit einem Besenstrich texturiert waren. Das Luftporensystem mit einem Mikroluftporengehalt > 1,8 Vol.-% und einem Abstandsfaktor deutlich unter 0,20 mm entsprach bei allen Betonen den Anforderungen.

Die Abwitterung sämtlicher normengemäß nachbehandelter Betone war sehr gering (Bild 1, links). Ein Einfluss der Zementart oder der Sandqualität auf den Frost-Tausalz-Widerstand war nicht feststellbar. Auch bei einer verkürzten Nachbehandlung war die Abwitterung der Betone gering (Bild 1, rechts). Der Beton mit Portlandhüttenzement und Sand B wies eine etwas höhere Nachbehandlungsempfindlichkeit jedoch insgesamt auch einen sehr hohen Frost-Tausalz-Widerstand auf.

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