Dauerhaftigkeit von Beton mit PortlandkompositzementDie Verwendung von Portlandkompositzementen erhöht die Ökoeffizienz der Betonbauweise. Durch den Einsatz anderer Hauptbestandteile als Klinker werden insbesondere die CO2-Emissionen bei der Zementherstellung gesenkt, da Portlandkompositzemente im Vergleich zu Portlandzement einen geringeren Klinkergehalt aufweisen. So können z. B. bei einer Abnahme des durchschnittlichen Klinkeranteils um 5 %, hochgerechnet auf den jährlichen Inlandsversand der deutschen Zementwerke von rund 30 Mio. t (Durchschnitt 1999-2003), die CO2-Emissionen pro Jahr um mehr als 1 Mio. t reduziert werden. Dies setzt jedoch voraus, dass diese Zemente bezüglich ihrer baupraktischen Eigenschaften und ihrer Berücksichtigung im Regelwerk mit Portlandzementen weitgehend vergleichbar sind.
Im Mittelpunkt der aktuellen Forschung stehen:
In Verbindung mit der zunehmenden Praxisbewährung dieser Zemente sollen die Forschungsvorhaben einen Beitrag dazu leisten, die deutschen Anwendungsregeln für Zemente entsprechend zu erweitern. Anwendungszulassungen könnten dann entfallen. Vollversion des Artikels (1,1 MBytes)
|
Literatur
Müller, C.: Einsatz von CEM II-Zementen. In: 41. Forschungskolloquium des DAfStb, Düsseldorf (2002) |
Müller, C. ; Lang, E.: Dauerhaftigkeit von Beton mit Portlandkalkstein- und Portlandkompositzementen CEM II-M (S-LL). In: Beton 55 (2005), Nr. 3, S. 131-138; Nr. 4, S. 197-202; Nr. 5, S. 266-269 |
Siebel, E.; Sprung, S.: Einfluss des Kalksteins im Portlandkalksteinzement auf die Dauerhaftigkeit von Beton. In: Beton 41 (1991), Nr. 3, S. 113-117; Nr. 4, S. 185-188 |
Thielen, G.; Müller, C.: Leistungsfähigkeit neuer CEM II-Zemente. In: 15. Internationale Baustofftagung (ibausil) 24.-26.09.2003 in Weimar, Tagungsbericht – Band 1, Seiten 1-0367 bis 1-0382 |

