Wirkungsmechanismen von Fließmitteln auf Basis von PolycarboxylatetherDie Herstellung von fließfähigem Beton sowie von hochfestem Beton erfordert den Einsatz von Fließmitteln. Eine Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Fließmittelwirkstoffe stellen synthetische organische Polymere mit Carboxylsäuregruppen, z.B. Polycarboxylatether (PCE), dar. PCE bestehen aus Hauptkettenmolekülen, z.B. Polyacrylsäure, und Seitenkettenmolekülen, z.B. Polyethylenoxid, die an die Hauptkette gebunden sind. Über die negativ geladene Hauptkette lagern sich die PCE an positiv geladene Oberflächen des Zements und anderer feiner Feststoffpartikel an. Die dispergierende Wirkung ist im Wesentlichen auf die sterische, d.h. räumliche Abstoßung der Seitenketten zurückzuführen. |
ForschungsbedarfDiese Fließmittel können empfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen, unterschiedlichen Zementen oder Schwankungen in der Zementzusammensetzung reagieren als die klassischen Fließmittel auf Basis von Lignin-, Melamin- und Naphthalinsulfonat. Um Fehlreaktionen, wie z.B. schnelle Konsistenzabnahme, Entmischung oder eine zu starke Verzögerung der Festigkeitsentwicklung zu vermeiden, ist ein genaueres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Fließmittel und Zement bzw. Beton erforderlich. In einem von der AiF finanziell geförderten Forschungsvorhaben wird durch grundlagenorientierte Untersuchungen der Einfluss des chemischen Aufbaus der PCE-Moleküle und der chemisch mineralogischen Zusammensetzung handelsüblicher Zemente auf die Dispergierung und Festigkeitsentwicklung damit hergestellter Leime, Mörtel und Betone ermittelt. Vollversion des Artikels (1,1 MBytes)
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