Wirkungsmechanismen von Schwindreduzierern
Schwinden wird durch Feuchtegehaltsänderungen im Beton verursacht. Umweltbedingte oder innere Austrocknung von Beton führen zu Veränderungen der inneren Kräfte im Gefüge der Zementsteinmatrix. Dabei entstehen Zugspannungen, die zum Zusammenziehen der Matrix führen. Bei Behinderung dieser Verformungen entstehen Risse (Oberflächenrisse oder Trennrisse), die die Dauerhaftigkeit beeinträchtigen können.
Um das Schwinden von Beton zu reduzieren, wurden in Japan Anfang der 80er Jahre schwindreduzierende Zusatzmittel - Shrinkage Reducing Admixtures (SRA) - entwickelt, die seit ca. 1997 auch in Europa eingesetzt werden. Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für diese Zusatzmittelart liegt derzeit in Deutschland noch nicht vor.
Es fehlen bisher aussagekräftige Untersuchungsergebnisse, welche die Auswirkungen dieser Zusatzmittel auf die Porenstruktur, die Materialkennwerte und das Langzeitverhalten sowohl von Zementstein als auch von Beton erklären.
Im FIZ werden Untersuchungen über die Wirkungsmechanismen schwindreduzierender Zusatzmittel in einem von der AiF finanziell geförderten Forschungsvorhaben durchgeführt. Dabei sollen die Wirkungsweisen der schwindreduzierenden Zusatzmittel im Zusammenwirken mit Zement geklärt werden.
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