Zur Beurteilung der Produkteigenschaften wurden Zemente aus den Laborklinkern mit bis zu 2 M.-% P2O5 hergestellt und untersucht. In Bild 3 sind die Ergebnisse der Festigkeits- und Erstarrungsprüfung zusammengefasst. Demnach bewirken zunehmende Phosphatgehalte im Klinker vor allem herabgesetzte Frühfestigkeiten, bedingt durch den reduzierten Alit- und C3A-Gehalt. Durch eine Erhöhung des Kalkstandards im Klinker kann der Verringerung des Alitgehalts und dem damit verbundenen Frühfestigkeitsverlust entgegengewirkt werden. Infolge des abnehmenden C3A-Gehalts sinkt der Sulfatbedarf, der benötigt wird, um ein optimales Erstarrungsverhalten sicherzustellen. Systematische Einflüsse von Phosphat auf die Wirkung von Fließmitteln konnten nicht beobachtet werden.
Insgesamt haben die Untersuchungen im Institut und den beteiligten Werken gezeigt, dass ein erhöhter Phosphateintrag bis zu Gehalten von 1,0 M.-% in den Klinker keine Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der daraus hergestellten Zemente hat.
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