Datenbasis AKR-Performance-Prüfverfahren
AKR-Performance-Prüfungen: Erweiterung der Datenbasis mit dem 60°C-Betonversuch unter besonderer Berücksichtigung von Zementen mit mehreren Hauptbestandteilen
Die Alkali-Richtlinie des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) fordert bei alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen, die als bedenklich eingestuft sind
(E III-O, E III-OF, E III-S), Maßnahmen in Abhängigkeit von der Feuchtigkeitsklasse des Bauteils und des Zementgehalts. Dieses sind bisher der Austausch der Gesteinskörnung oder der Einsatz von Zementen mit einem niedrigen wirksamen Alkaligehalt (NA-Zement). Um in den Fällen, in denen die Alkali-Richtlinie einen Austausch der Gesteinskörnung oder den Einsatz von NA-Zement festlegt, nicht unnötig Gesteinskörnungen oder Zemente von der Verwendung auszuschließen, können Performance-Prüfungen zur Bewertung der Alkaliempfindlichkeit einer Betonzusammensetzung angewendet werden. Performance-Prüfungen sollen Auskunft geben, ob eine Betonzusammensetzung mit vorgegebener Gesteinskörnung und vorgegebenem Zement für eine bestimmte Feuchtigkeitsklasse eingesetzt werden kann, so dass keine Gefahr besteht, dass der Beton während der geplanten Nutzungsdauer durch eine AKR geschädigt wird. Performance-Prüfungen bieten die Möglichkeit, für konkrete Anwendungsfälle den Nachweis der Eignung einer Betonrezeptur zu erbringen. Dadurch können regional verfügbare Ausgangsstoffe für Bauteile eingesetzt werden, für die eine Verwendung bisher ausgeschlossen ist.
Mit dem IGF-Vorhaben werden die Randbedingungen eines möglichen Performance-Prüfverfahrens zur Bewertung der Alkaliempfindlichkeit von Beton anhand der Festlegungen des deutschen Regelwerks kalibriert. Hierzu werden die Eckpunkte der Regelungen zur Vermeidung einer schädigenden AKR systematisch überprüft. Außerdem werden der Einfluss verschiedener Vorlagerungen auf das Ergebnis von Performance-Prüfungen untersucht werden. Das Ziel ist, die Alkaliempfindlichkeit insbesondere von Betonen mit flugasche- oder hüttensandhaltigen Zementen realitätsnäher zu prüfen und abzubilden.
