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Säurewiderstand von Beton

pH-stat Versuchsaufbau

pH-stat Versuchsaufbau

Hohe Anforderungen an den Säurewiderstand von Beton ergeben sich v.a. bei Abwasserkanälen und -anlagen. Die Praxis zeigt, dass herkömmliche Rohrbetone dann chemisch angegriffen werden, wenn konzentrierte Säuren mit pH-Werten kleiner 6,5 dauernd auf den Beton einwirken. Die Erhöhung des Säurewiderstandes von Rohrbeton wird deshalb für Betriebsbedingungen gewünscht, bei denen langfristig ein Säureangriff zwischen pH 6,5 und 4,5 besteht.

 

Masseabtrag bei Säureangriff

Masseabtrag bei Säureangriff

In einem von der AiF geförderten Forschungsvorhaben untersuchte das Forschungsinstitut Möglichkeiten, die chemische Widerstandsfähigkeit von Beton im Allgemeinen und von Betonrohren im Besonderen zu verbessern. Es wurden Betonzusammensetzungen entwickelt, die über einen erhöhten chemischen Widerstand verfügen.

Zur Optimierung der Betonrezepturen wurden die grundsätzlichen betontechnologischen Möglichkeiten für eine Erhöhung des chemischen Widerstandes durch Ausrichtung der Betone auf eine erhöhte Festigkeit und vor allem Dichtheit näher untersucht.

Die Betone wurden, unter Bezug auf die Praxis, zum überwiegenden Teil mit Portlandzement CEM I 42,5 R hergestellt. Als Betonzusatzstoffe wurden puzzolanisch reagierende Stoffe wie Silikastaub und Flugasche verwendet. Silikastaub wurde mit bis zu 8 M.-% bezogen auf den Zementgehalt und Flugasche mit bis zu 60 M.-% bezogen auf den Zementgehalt eingesetzt.

Gleichfalls wurde untersucht, inwieweit Zemente mit hohem Hüttensandanteil geeignet sind, den chemischen Widerstand des Betons zu erhöhen. Hierzu wurden Untersuchungen mit Hochofenzement CEM III/B 42,5 N durchgeführt.

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Literatur

Breit, Wolfgang: Säurewiderstand von Beton. In: Beton 52 (2002), H. 10, S.505-510

Breit, Wolfgang: Säurewiderstand von Beton. In: Beiträge zum 41. Forschungskolloquium des DAfStb am 11. und 12. Juli 2002 im FIZ Düsseldorf. FIZ (Hrsg.). - Düsseldorf, 2002